Wakame

lateinisch: Undaria pinnatifada

 

Englisch: Tangle, Wakame

Deutsch: Wakame

Zuordnung: Braunalge, Makroalge

 

Lebensraum:

Die Wakame ist in tieferen Gewässern bis zu 25m zu finden.

 

Merkmale / Beschreibung:

Mit ihren Haftwurzeln findet die Wakame an verschiedenen Untergründen und Mineralien halt. Aus dem Wurzelstock wächst ein flacher Stiel mit einem Blattkörper, der in eine Mittelrippe übergeht. Dort entspringen zahlreiche kleinere Blätter, die als Riemen bezeichnet werden. Die Pflanze kann bis zu 1,50m groß werden und ihre Blätter sind grünlich-braun.

 

Vorkommen:

Die Wakame stammt ursprünglich von den Küsten Ostasien (Korea und Japan). Dort ist sie in der Küche weit verbreitet und hat den Weg bis auf unsere Teller geschafft. Jeder kennt den grünen Algensalat (Link zum Rezept) oder das Wakameblatt in der Misosuppe.

Diese Alge wurde durch Austern in das Mittelmeer eingeschleppt. Auch im Atlantik waren Muscheln die Verbreitungsursache der Wakame. Sie entpuppte sich als invasive Art mit guter Anpassung an verschiedene Untergründe und Mineralien. In der Bretagne wurde aus kommerziellen Gründen mit dem Anbau der Wakame begonnen  und so konnte sie sich gut in den kalten Küstengebieten verbreiten. Jetzt findet ihr die Wakame auch in Irland und an der schottischen Küste. Die Verbreitung wird beobachtet, da  die Gefahr besteht, dass diese Alge einheimische Arten verdrängt. In Deutschland ist die Wakame 2013 auf die „Warnliste noch nicht vorkommender invasiver Tiere und Pflanzen“ gesetzt worden.  Noch kommt die Wakame an den deutschen Küsten nicht vor.

Die europäische Erntezeit der Wakame liegt in der Regel zwischen Februar bis Juni.

 

Inhaltsstoffe:

Sie enthält, unter den hier vorgestellten Algen, den höchsten Anteil an Kalzium mit 1760mg /100g. Weiter enthalten sind Eisen, Natrium, Magnesium, Jod, Vitamin A, B1, B3, B9, Eiweiß und  Fucosterol, fördert die Fettverbrennung und gilt als krebsvorbeugend.

 

Nutzung:

In der Küche:

Als fester Bestandteil in der japanischen und koreanischen Küche ist die Wakame in Suppen, als Beilage und in Salaten zu finden. Sie kann sowohl als Süßspeise als auch als kräftiger Snack angerichtet werden. Ihre Blätter haben eine knackige Konsistenz und schmecken angenehm nach Meer. Die Wakame kann roh, wie auch gekocht gegessen werden. TIP: nach dem kochen, in kaltem Wasser abschrecken, dann behalten die Blätter ihre schöne grüne Farbe.

In der Kosmetik: Für die Gesundheit von Haut und Haaren ist die Wakame in vielen Cremes und Shampoos zu finden.

In der Medizin: Sie dient zur Blutreinigung, Muskelentspannung und ist krampflösend.