DULSE

lateinisch: Palmaria Palmata

 

Englisch: Dillisk, Creathnach

Deutsch: Hauttang, Lappentang

Umgangssprachlich: Speckalge

Zuordnung: Rotalge, Makroalge

 

Lebensraum:

Die Dulse ist in arktisch- kaltgemäßigten Küstengewässern zu Hause. Da sie  Wassertemperaturen von -1°C bis 20°C verträgt und auch kurze Trockenphasen übersteht, ist die Dulse von Flachwasserzonen bis in tiefere Gewässer zu finden. Ab Temperaturen von 22°C stirbt die Pflanze ab.

 

Merkmale / Beschreibung:

Wie andere Algenarten vermehrt sie sich über Sporen. Diese mehrjährige Pflanze wächst an Felsen und auch an den Stielen des Palmentangs, an denen sie sich festhält. Ihre 3-5 cm breiten und 10- 40cm langen „Blätter“ wachsen verzweigt aus einem kurzen Stengel, der einer kleinen Haftscheibe entspringt. Ihre Farben reichen von einem Dunkelrot – Braun bis zu, im Sommer durch Licht verblasstem, Gelblich- Grün.

 

Vorkommen:

Vom Atlantischen Portugal bis in die Arktis, vor den Küsten Alaskas und Kanadas bis in die kühlen Gewässer vor Japan und Korea ist die Dulse beheimatet.

 

Inhaltsstoffe:

Bekannt ist die Dulse durch ihren hohen Gehalt an Vitamin C, der bei 34,5mg pro 100g liegt. Sie enthält weitere Vitamine wie das Provitamin A, Vitamin B1, B2, B5 und B6. Ihre Mineralien wie Eisen, Kalium, Jod (120-150mg/100g) und 18% Proteine sowie Kainsäure(*1) machen sie zu einem echten Leckerbissen.

 

Nutzung:

In der Küche: Dulse lässt sich sehr gut roh verzehren. Ob in einem Salat, pur als Snack oder zu Flocken verarbeitet als Gewürz. Ihren Spitznamen Speckalge verdankt sie ihrem würzigen Aroma, der durch das braten entsteht. (vorher ca. 2 Minuten einweichen und trockentupfen)

In der Medizin: Sie wird als Mittel bei Magen-und Darmbeschwerden genutzt, sowie auch bei Beschwerden der Atemwege.

 

Rezepte:

Dulse läßt sich ganz herrlich so knabbern und genießen. Frittiert oder gebraten kommt ihr tolles Aroma noch mehr zu Vorschein. Für mich die Alge, die in jede Küche gehört. Probiert es aus!

 

 

(*1) Die Nutzung der Kainsäure wird gerade in der Neurophysiologie erforscht. Zur Gewinnung der Kaseinsäure wird die Dulse in Kanada in Tankkulturen gezüchtet.